03 November 2009

Buchtipp: „Frag Mutti“

Das Buch „Frag Mutti – DAS Handbuch nicht nur für Jungesellen“ von B. Finkbeiner und H.-J. Brekle ist ein sehr lustiges Werk über das Grobe und die Feinheiten des sich plötzlich in der eigenen Wohnung wiederfindenden Menschen ohne Haushaltserfahrung. Nicht nur, dass man geniale Tipps und Denkanstöße bekommt, es wird auch noch durch eine kleine ziemlich unterhaltsame Handlung vom armen Ingo im ersten eigenen Haushalt untermalt.

Auf 235 Seiten werden Dinge wie „Was kann ich mit kleinem Geldbeutel und kleinem Aufwand kochen?“, „Was brauche ich um mein Reich sauber zu halten und wie oft sollte ich es anwenden?“ oder „Wie bügele ich ein Hemd, ohne es dabei zu ruinieren?“. Darüber hinaus gibt es eher unkonventionelles wie „Was tut man um Kerzenreste einfach und sauber aus einem Kerzenständer/-halter zu bekommen?“ oder „Wann hat eigentlich welches Gemüse Saison?“. Dann gibt es noch Tipps die man vielleicht lieber nicht anwendet, wie zum Beispiel das High Tech-Staubputzen mit Kondensatoren und Metallplatten oder Kloreinigung mit Katzenschampo, einer Katze und einem schweren Gegenstand. Nicht unbedingt zur Nachahmung zu empfehlen (sofern man Angst vor Elektroschocks oder wütenden Katzen hat), aber eindeutig unterhaltsam.

Zwischendurch finden sich immer wieder sog. Komplettlösungen, welche Dinge wie Wäsche waschen, Bügeln oder Fenster putzen kurz und bündig erklären. Eindeutig kaufenswert für jeden oder jede der/die (wie auch ich in vielen Situationen) vor dem großen Fragezeichen steht.

...und weil ich das Buch als ziemlich hilfreich und toll empfinde, wird Frl. Mayu nicht für die Plastikspinne im Badezimmer getötet. Arrrrrgh!

Abenteuer Waschsalon

Es stellte sich also am Freitag heraus (heute ist Montag), dass meine Waschmaschine erbärmlich stinkt. Mit einer Kommilitonin entwickelte ich heute die Theorie, dass eine Oma in meinem Wäschesäuberungsautomaten begraben liegt und sie folglich nach „toter Oma“ riecht. Weil ich nun mal ein Fuchs bin, habe ich die Maschine einmal mit Waschmittel auf 40 Grad durchlaufen lassen (und dabei festgestellt, dass das liebe Ding einen Höllenlärm macht), um dem Gestank Herr zu werden. Das Ergebnis ist wie folgt: Meine Waschmaschine stinkt noch schlimmer als vorher (, da nun vermutlich die Stinkstoffe erst richtig aktiv geworden sind), mein Badezimmer riecht unterschwellig nach toter Oma (und damit auch meine Handtücher) und meine Wäsche ist immer noch nicht sauber.

Da dies natürlich kein annehmbarer Zustand ist, habe ich mich vorhin in den Waschsalon hier um die Ecke begeben. Ich vermute einfach mal so, dass die meisten Menschen noch nie in einem Waschsalon waren. Das gilt auch für mich. Ein Vorteil an diesem Laden sind zum Beispiel die Öffnungszeiten. So kann ich dort zwischen 6 und 23 Uhr Wäsche waschen, nerve niemanden damit und hocke (was zur Zeit auch bitter nötig ist) abends nicht gelangweilt in meiner Wohnung. Nachteilig dürften sich auf Dauer wohl die Preise bemerkbar machen. Für einen Waschgang (unabhängig von der Art der Wäsche oder der Temperatur) bezahlt man vier Euro. Darin enthalten ist eine ausreichende Menge Waschpulver. Weichspüler kostet 30 Cent pro Schale. Heute Abend habe ich zwei Ladungen Wäsche gewaschen, was folglich acht Euro kostet. Irgendwie bitter.

In den 42 Minuten des Waschvorgangs gab es dann auch einiges zu beobachten. Neben einem jungen Türken der leise vor sich hin fluchend und in Selbstgespräche vertieft seine Kleidung faltete
saß also euer Lieblingsprotagonist lesend im Salon der Wäsche. Kurze Zeit später gab es einen Mittzwanziger zu beobachten, welcher mit einer nicht ganz so alten S-Klasse vorfuhr, seine Kleidung in einer Tasche eines sehr bekannten Discounters in die Maschine stopfte und dann von dannen fuhr. Mir stellt sich gerade die Frage, ob der Mercedes vielleicht günstiger als eine Waschmaschine ist oder ob da Prioritäten gesetzt wurden oder ob die Bank zwar der Finanzierung für ein Auto zugestimmt hat, aber nicht für eine Waschmaschine. Ich werde es wohl nie erfahren.

Die Krönung meines Aufenthalts war ein Paar um die 30. Während sie fröhlich und gut gelaunt vorne weg in den Laden schwebte, kam ihr Kerl mit einem Gesichtsausdruck von „Argh! Argh! Grummel! Grummel!“ in die Örtlichkeit. Dem noch nicht genug, wusste dieser Mann auch ganz genau wie man Aufwand spart: Er schleppte keine Tüte voller Wäsche oder gar einen Wäschesack ins Geschäft. Nein! Er war ein Fuchs! Er trug den ganzen Wäschekorb (ca. 80x50x45) mit sich, überließ seiner Frau die Bedienung der Maschine und das Einräumen und folge dann seinem Weibchen (den Wäschekorb stehen lassend) angepisst aus dem Laden. Großartig! Besser als Kino!

Jetzt trocknet die Wäsche gerade hinter mir in der Küche und ich bin mal gespannt, wie lange das wohl dauern wird. Gelernt habe ich auf jeden Fall, dass je krasser der Schleudergang, desto trockener die Wäsche. Meine werte Frau Mutter war immer der Ansicht, dass zu viele Umdrehung nur zu übermäßig verknitterter Wäsche führt. Kann ich so nicht bestätigen. Allerdings ist das Aufhängen der Kleidung als Ex-Trocknerbesitzer eine ziemliche Tortour (das will ja auch annähernd gerade sein), aber soweit ich weiß schwören meine Großeltern darauf. Naja gut, so laufen die Sachen wenigstens nicht im Trockner ein.

29 Oktober 2009

Die Großstadt, das Internet und ich

Heute ist Mittoch der 28. Oktober. Wann genau dieser Blogeintrag online geht weiß ich noch nicht, aber vielleicht morgen im Anschluss an oder in einer Vorlesung. Mal sehen.

Das heißt, ich habe immer noch kein Internet, was mich so langsam in den Wahnsinn treibt. Wenn man – wie ich es nun mal tue – sein Leben im Internet verbringt, ist eine Zeit ohne das geliebte Medium wirklich hart. Dazu kommt dann noch, dass ich auch kein Fernsehen habe, weil wohl der Kabelanschluss hier im Haus noch nicht mit digitalem Fernsehen umgehen kann. Nun, sobald ich Fernsehen habe, habe ich auch Internet. Hoffentlich wird das bald was.

Grundsätzlich kommt ein Gefühl von Isolation auf, welches ich zur Zeit mit Radio und Tageszeitungen zu kompensieren versuche. Leider durfte ich feststellen, dass die Rheinische Post als Tageszeitung sogar noch ätzender als der IKZ ist. Erbärmlich. Vom Ausmaß her, kommt das Ding sogar beinahe an dieses Wochenblättchen heran (ich weiß nicht mal mehr, wie das Ding heißt?!), allerdings mit ein wenig mehr Inhalt und weniger Kleinanzeigen und Werbung.

Das Leben selbst hier ist eigentlich ziemlich großartig. In der Tat sind die Obdachlosen z.T. weitaus
besser angezogen als man selbst. Muss am Schickeria-Anspruch dieser Stadt liegen. Im Großen und Ganzen unterscheide ich da zwei Welten. Zum Einen, das Leben an der Uni und die S-Bahn dorthin, die quasi ausschließlich von Studenten genutzt wird. Auf der anderen Seite das Gefühl von Großstadt. Beides empfinde ich als wunderbar. In der Uni ist alles unglaublich genial, freundlich und irgendwie entspannt. In der Stadt ist es wundervoll anonym. Ich wohne jetzt fast zwei Wochen hier und habe bis dato noch nicht viele meiner Nachbarn überhaupt gesehen (eher gehört, was auf meine Pappwände zurückzuführen ist).

Viele Dinge funktionieren besser als ich angenommen hatte. Mit Kochen (oder was man halt so nennt) und Einkaufen komme ich bis jetzt ziemlich gut klar. Viele Dinge erschließen sich da ganz gut von selbst und da ich einen Haufen netter und hilfsbereiter Kommilitoninnen und Kommilitonen kennen gelernt habe, gibt es da auch immer mal einen guten Rat oder eine sinnvolle Auskunft. Auch mit der Sauberkeit läuft bis jetzt noch wunderbar. Es scheint mir beinahe so, als entwickle ich da gerade beinahe einen Tick meine Wohnung immer ordentlich zu halten, zu spülen, das Bad zu schrubben und so weiter. Vermutlich entwickelt man unterbewusst eine andere Einstellung zu seinem Eigentum, wenn man es selbst bezahlt oder so.

Wirklich erstaunlich finde ich meine Kommilitoninnen und Kommilitonen, von denen ich in recht kurzer Zeit viele nette Menschen kennen gelernt habe. Da soll man jetzt hier einen trinken gehen und dort und überall. Schon erstaunlich. Ursprünglich hatte ich nicht mit schnellem Anschluss gerechnet, aber nun gut, viele von uns sitzen da im gleichen Boot: neue Stadt, neue Menschen, neue Uni. Da rückt man dann zusammen oder so.

Nuja, ich wende mich jetzt wieder meinem Logik-Skript zu. Wenn ich bedenke, dass ich äußerst froh war, dass ich endlich kein Mathe mehr habe (nach der 13. Klasse), muss ich jetzt leider sagen, dass ich mein neues Mathe (mittlerweile auch bekannt als: „Scheiße mit der Scheiße. Scheiße! Scheiße! Argh!“ ^^), mein neues Waterloo gefunden habe. C'est la vie.

15 Oktober 2009

Impressionen eines Erstis

So, die erste Woche Studium ist beinahe rum (morgen gibt es noch "Theorie und Praxis der mündlichen Kommunikation" sowie "Geschichte der Schrift") und ich denke, dass man da mal ein bisschen was zu schreiben sollte. Wer sich für meinen Umzug interessiert, sollte auf Mayus Blog schauen, auf dem sie ihre Eindrücke (mit Fotos!) von meinem Umzug präsentiert.

Das Leben an der Uni (und auch in Düsseldorf) ist prinzipiell genial. Viele lustige und gebildete Leute auf einem Haufen. Jeder Gang über den Campus ist interessant, weil man in den Genuss von Gesprächsfetzen in allen möglichen Sprachen und über alle möglichen Themen (aufgeschnappt habe ich schon Fetzen von Rezepten, Atomphysik und Hochschulpolitik) kommt. Auch zeigt sich ein krasser Querschnitt durch die Gesellschaft. Von den Yuppie-Anwärtern der BWL und Jura bis zu den Langhaarigen der Philosophie (*hust*) ist da eine Menge vertreten. Zwischendrin finden sich dann auch die Klischeestudenten, so wie man sie sich vorstellt. ^^

Meine erste Woche (also letzte Woche) war recht entspannt, da wir nur Orientierungstutorien des AStA und der Fachschaften hatten. Allerdings stieg ich direkt am ersten Tag in Schwerte falsch um, so dass ich am Arsch der Welt landete und ziemlich viel Geld für eine Taxifahrt gen Uni zahlen musste. Ärgerlich. Hervorzuheben ist die Fachschaft der Philosophie, die quasi ausschließlich aus Metallern, Gruftis und Alternativen besteht. Da fühlte ich mich dann quasi gleich wie daheim. Die Fachschaft Germanistik hingegen war dann doch eher ein wenig steifer, aber naja, man kann ja nicht immer nur trinken.

Diesen Montag gab es dann eine offizielle Begrüßung durch den Rektor, Prorektor und sogar den Bürgermeister der Stadt (der mich stark an Rainer Calmund erinnerte), bei dem nach einem Stückchen Kammermusik dann eine Gruppe von Taiko-Trommel-Spieler/innen auftrag. Man stelle sich einen riesengroßen Hörsaal 3A vor, gefüllt mit über 500 Menschen und ebenfalls gefüllt mit den Klängen von drei Trommeln, welche den Raum komplett ausfüllten! Dazwischen ein Peanut, der eine Gänsehaut nach der Nächsten bekam. Hrrr!

Gestern hatte ich dann meine ersten beiden Vorlesungen ("Einführung in die Literaturwissenschaft" und "Einführung in die Germanistische Mediävistik"), die in sofern abwechslungsreich waren, dass die Dozentin der ersten Vorlesung dabei beinahe einschlief (Stichwort: monotoner Tonfall), während die andere wohl eindeutig zu viel Kaffee intus hatte. Nach der Mittagspause schloss sich dann mein neuer Mathe-Ersatz "Logik I" an, was in etwa so spektakulär wie für mich verständlich ist. Leider muss ich da durch, daher mache ich das jetzt auch als erstes und muss dringend bestehen.

Heute wiederum wurde das Klischee der deutschen Hochschulen stark strapaziert, in dem viel zu viele Menschen in viel zu wenig Hörsaal saßen und versuchten etwas von "Einführung in die Germanistische Sprachwissenschaft" mitzubekommen. Ich für meinen Teil, saß die meiste Zeit hinten auf dem Boden und versuchte irgendwie zu folgen. Immerhin war der Dozent toll. Argh!

Ansonsten hoffe ich, dass ich ab nächster Woche in Düsseldorf wohnen kann, da ich einfach nicht mehr klar komme, wenn ich zukünftig zu 9 Uhr Veranstaltungen pendeln muss. Ich bin gerade der Inbegriff von Tod.

So und jetzt gehe ich entspannt baden oder so.

26 September 2009

Ein Feed-Reader?

Ein Feedreader ist äußerst praktisch. Damit kann man Blogs, Nachrichtenseiten und vielem, vielem mehr direkt folgen. Wenn ihr das hier gerade lest, dann seht ihr oben in der Adresszeile eures Browsers so ein lustiges Symbol, dass ein wenig an Sunn O))) erinnert. Damit könnt ihr sog. Feeds abonnieren. Äußerst praktisch. Allerdings kann ich das jetzt nur für Firefox behaupten. Wie das bei IE, Opera und Konsorten optisch und technisch ausschaut, kann ich nicht sagen. Ich nehme halt einfach mal an, dass ihr Mozillas Firefox verwendet. ;-)

Damit ihr aber nicht einfach nur ein "dynamisches Lesezeichen" setzt, wie es bei Firefox heißt, sondern die ganze Sache ein wenig komfortabler und übersichtlicher wird, kann man sich einen Feedreader beschaffen. Manche Mail-Programme können das, z.B. Mozillas Thunderbird. Mayu und ich allerdings setzen zur Zeit auf Brief, ein Add-On für den Feuerfuchs. Allerdings ist das nur zu empfehlen, wenn ihr nicht all zu viele Sachen abonniert habt. Ich bekomme da gerade bei meinen knapp 25+ Abonnements so langsam Probleme mit dem Öffnen von Firefox, da bis zu 130 neue Blogeinträge, Artikel und so weiter verarbeitet und geladen werden wollen.

Probiert es einfach mal aus. Schließlich sorgt es ja auch dafür, dass meine Blogeinträge schneller wahrgenommen werden. ;-)

25 September 2009

Die Hosen gestrichen voll...

...haben wohl offensichtlich gerade unsere internetsperrigen* Freunde von der SPD und der CDU/CSU, wenn man sich nun ihren Vorstoß gegen das Internet z.B. hier und hier anschaut. So klappt es bestimmt die jungen, internet-affinen Wählerinnen und Wähler zu ködern. Ich drücke ihnen da ganz fest die Daumen, während ich meinen Kopf nur zum Spaß eine Runde gegen die Wand haue.

Ach. Irgendwie erinnert mich das an einen gewissen Bill Gates, der einst verlauten lies: Das Internet ist nur ein Hype. Ein Mann, ein Wort.

Via: Fefes Blog


*Ich beantrage hiermit, dass ich durch dieses Wortspiel für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen werde!

Your life, sir, is full of win!

So war ich heute also bei meiner Schlüsselübergabe. Termin war um 17 Uhr vor Ort, da die Vormieterin wohl vorher noch Schule (oder was auch immer) hatte und nicht früher konnte. Als ich ankam, sagte mir der Makler, die Dame würde sich minimal verspäten und käme so gegen 17:15. Nach weiteren 15 Minuten Small Talk mit dem Wohnungsmenschen (also 17:30) kommt eine Dame rein und ich denke mir "Ah, endlich. Wird auch mal Zeit", da sagt der Makler "Äh, sie sind aber nicht Frau xy" - "Nee, ich bin eine Freundin von Frau xy. Frau xy ist zu betrunken für das hier" - "Äh, wie jetzt? Wo ist die denn, die muss doch unterschreiben?" - "Ja, die steht halt unten und schämt sich, dass sie so betrunken ist." - "Äh, okay. Wir holen sie mal."

Peanut verbleibt leicht verwirrt in der Wohnung. Kurz darauf kommt eine sichtlich schwankende Dame in den Raum, die sich laut lallend entschuldigt und den Makler immer wieder mit dem falschen Namen anspricht. Der Versuch das Übernahmeprotokoll zu unterschreiben endete mit drei X'en, da die Frau nicht mal mehr fähig war, ihren eigenen Namen zu schreiben (ich wusste gar nicht, dass man mit X'en unterschreiben kann). Des Weiteren fehlen noch Schlüssel, welche sie kurz zuvor in ihrer neuen Wohnung nicht mehr finden konnte. Die würden aber bestimmt noch nachkommen. Wieder eine Tirade an Entschuldigungen an mich und den Makler, der wieder konsequent mit falschem Namen angesprochen wird.

Da sie nicht mehr fähig war zu erklären, welcher Schlüssel wo für ist, mussten wir allso alle durchprobieren. Etwa drei Minuten später am Postkasten versucht der Makler einen der Schlüssel und schafft es nicht das Briefbehältnis zu öffnen. Die Schnappsdrossel schnappt sich den Schlüssel, geht an einen anderen Postkasten und fängt an daran rumzufummeln. Die besagte Freundin steht in der Ecke und schämt sich, ich verkneife mir ein Lachen und der Makler erbarmt sich, sie auf ihren Fehler hinzuweisen. "Oh, ah, ist mir gar nicht aufgefallen!"

Nach endlosen weiteren Entschuldigungen, Namensvertauschungen und "Was macht die Wohnung jetzt nur für einen Eindruck auf den Nachmieter!" (Ähm, es wird ein Rätsel bleiben, was sie damit meinte.), schüttelte sie mir die Flosse und zog von ihrer unglaublich genervten und beschämten Freundin begleitet von dannen.

Die letzten Worte des Maklers: Meine Fresse, das war die schlimmste Übernahme in meiner gesamten Berufslaufbahn.

Verdammt, hatte ich meinen Spaß. xD

21 September 2009

Holt den Champagner raus!

Champagner, genau! Mein Blog wird heute drei Jahre alt (...und alle so: Yeah). Ich finde, da kann man auch mal ein wenig feiern und sich selbst auf die Schulter klopfen. Sicherlich, das meiste habe ich neulich entfernt, um dem hier neue Möglichkeiten zu geben und so wirklich regelmäßig passiert hier auch nichts, aber drei Jahre sind drei Jahre.

Wie ich mir das schon gedacht habe, findet Mayu mein Layout grausig. Daher werde ich mich die Tage mal nach was schickerem umsehen. Grundsätzlich fand ich erstmal jedes Layout schöner als das Alte. Immerhin ist das Aktuelle schön übersichtlich. Vielleicht sollte ich auch einfach Mayu ein Layout aussuchen lassen, aber ich glaube, dass das in irgendwas in pink endet. Nee. xD

So, dass musste mal gesagt oder viel mehr zelebriert werden. Falls ich vor Sonntag nicht mehr schreiben sollte: Geht Wählen! Ich habe schon.

10 September 2009

Die Politik und das Internet

Wenn es zur Zeit ein Thema gibt, dass Unmengen an privaten Websites und Blogs füllt, dann ist es die offensichtliche Internetverdrossenheit der deutschen Politik. Allerdings muss ich da nicht auch noch meinen Senf dazu geben, denn die Fakten dazu stehen unlängst überall im Netz verteilt und mit ein wenig Suchaufwand kann man da leicht das Richtige für sich rauspicken.

Interessant fand ich allerdings den Kommentar "Reguliert das Netz!" auf ZEITonline, in dem die Problematik ziemlich kurz und prägnant zusammengefasst wird (auch wenn ich nicht wirklich verstehe, wie man dort die Piratenpartei außen vor lassen konnte; siehe auch Kommentare). Dort heißt es unter anderem:

[Das] Desinteresse und die fehlende Netzkompetenz vieler Politiker werden zu einem gesellschaftlichen Risikofaktor. Denn schon dominieren private Unternehmen die gesamte Infrastruktur des öffentlichen digitalen Raums, vom Leitungsnetz und Internetzugang über Suchmaschinen bis zu den Betriebssystemen der Computer und den sozialen Netzwerken.

Vielleicht sollte man den (gesamten) Kommentar ausdrucken und an die jeweiligen Parteien schicken. Für die Pinnwand! Wobei nein, nicht wir sind die Internetausdrucker.

Drei Jahre BKI: Eine Billanz (3)

Diese vor ein paar Monaten angefangene Reihe wird also eine Trilogie und damit in diesem Eintrag auch ihr Ende finden. Heute soll es um die Abiturprüfungen, die Vorbereitung und das Drumherum gehen.

Teil 3: "Abitur macht man mal, dann hat man das."

Es mag viele Möglichkeiten geben an die Abiturprüfungen heran zu gehen. Manche Menschen machen die ganzen zwei abiturrelevanten Jahre für jede noch so kleine Information eine kleine Notiz. Andere lassen sich (ergänzend zum eigenen Material) noch die Unterlagen der Mitschüler geben. Wiederum Andere schaffen sich extra für das Abitur einen großen Stapel Bücher an, mit dem sie dann lernen. Und und und. Ich für meinen Teil bin eher faul an die ganze Sache gegangen. So wirklich was getan habe ich erst in der freien Zeit vor den schriftlichen Abiturprüfungen. Damit da keine Missverständnisse auf kommen: "etwas tun" heißt in diesem Fall mal langsam anfangen die Sachen zusammen zu fassen. Vorrangig BWL, da ich für Englisch und Deutsch nicht wirklich viel tun musste.

Für mein (nicht zu erwartendes) nächstes Leben möchte ich an dieser Stelle festhalten, dass das in etwas das Dümmste ist, was man tun kann! Wenn man nicht gerade von gottgleicher Lernfähigkeit ist, sollte man eventuell etwas früher anfangen. Denn mit dem Zusammenfassen ist es einfach nicht getan (sicher, man lernt eine Menge dabei), denn die Sachen wollen verinnerlicht und gekonnt werden. Die Anschaffung von guten Lernhilfen (z.B. in Form der oben schon erwähnten Bücher) ist nebenbei auch eine geniale Sache. Ich muss Julia wohl feste drücken, dass ich mir ihren Monster-Biobuch-Stapel leihen durfte. Ich kann zwar jetzt noch erklären, wie die Meiose/Mitose oder die DNA-Replikation abläuft (okay, nagelt mich lieber nicht darauf fest), aber für die mündliche Prüfung in Biologie hat es dann doch nicht wirklich gereicht. Daraus lernen wir nebenbei, dass man Biologie nur als viertes Fach nehmen sollte, wenn man sich seiner Sache hundert Prozent sicher ist.

Die Zeit des Lernens vor den Prüfungen kann man wohl ganz gut mit aller Gewalt hineinprügeln nennen. Ich stand um 11 Uhr auf, frühstückte und fing an zu lernen, um dann so gegen 22 Uhr wieder aufzuhören (ja, ich habe etwas gegessen ^^). So etwas hatte ich vorher noch nicht. Böse Zungen behaupten, dass das an der Uni Gang und Gebe wäre. Ich befürchte furchtbares.

An die Prüfungen selbst kann ich mich kaum noch erinnern. In BWL dachte ich mir nur "Hey klasse, das ist genau das, was ich nicht gelernt habe!". Da war wirklich das ganze Lernen umsonst. Englisch und Deutsch hat (abgesehen von Stress und Leistungsdruck) sogar beinahe Spaß gemacht. Biologie war die absolute Hölle, weil ich etwas was ich nicht wirklich verstanden habe, verkaufen musste und danach so durch den Wind war, dass ich (zumindest in meinen Augen) nur noch am stammeln war. Peinlich, peinlich. Insgesamt war ich aber ziemlich ruhig, wenn ich mich so an meine Mitschüler erinnere. Nervenbündel durch und durch.

Bevor ich den "Lernurlaub" ging, war es eigentlich ziemlich lustig. An vielen Stellen wurde kaum noch Unterricht gemacht und die Mottowoche hat z.T. furchtbar viel Spaß gemacht. In positiver Erinnerung vor allem das Motto "Hippies und Blumenkinder", an dem ich die Gelegenheit genutzt habe wirklich alles und jeden als faschistisch/imperialistisch abzustempeln. Herrlich.

In dem Augenblick, an dem ich im April aus der Schule ging, fing das Drumherum um das Abitur irrelevant zu werden. Ich war gelangweilt von Verpflichtungen gegenüber meiner Stufe, von sozialen Kontakten zu meiner Stufe (Lerngruppen, pah!) und auch zur Zeugnisübergabe und dem Abiball. Es war mir einfach furchtbar egal. Ehrlich gesagt ist es mir das immer noch. Nachdem ich da raus war, merkte ich, wie schön die Welt doch ohne all das ist (gemeint ist hier: meine ehemalige Stufe, die Schule, die Verpflichtungen, etc.). Schon komisch. Ich hatte mich bis dahin dort eigentlich sehr wohl gefühlt.

Bei der Zeugnisübergabe war ich angepisst, weil ich a) verhältnismäßig früh aufstehen musste, b) mir keine ellenlangen, nichtssagenden Reden eines Herrn Stellvertretender Schulleiters reinziehen mochte und c) mich nicht von einem neoliberalen Firmenchef zu Humankapital der Wirtschaft degradieren lassen muss. Was eine Verschwendung. Der Abiball am nächsten Abend war auch eher eine Stippvisite, bei der ich das (nebenbei vorzügliche) Essen in rauen Mengen zumir nahm, mich betrank und dann abtanzte. Was mich genau dort gestört hat, kann ich gar nicht so genau sagen. Vielleicht dieses Überpompöse des Goldsaals (der an sich ja ganz schick ist, aber für einen solchen Anlass? Bitte?!) und Überamerikanisierung des gesamten Balls (ich habe wirklich nichts gegen Amerika, im Gegenteil, aber wenn wir hier etwas nicht brauchen sind das Proms nach US-amerikanischem Vorbild).

Somit bin ich dann durch. Ich vermute mal, dass es doch deutlich unterschiedliche Sichten auf das ganze gibt und jeder meiner ehemaligen Mitschüler würde das ganze wohl anders erzählen und reflektieren. Allerdings schreibe ich hier, also schert euch zum Teufel! ;-)

...und der Rest ist Geschichte.


PS: Der Titel dieses Teils war übrigens mein ganz persönliches Abiturmotto, inspiriert durch Spike.